Sie sind hier: Startseite > Presse > Spendenübergabe an Streetworker

Spendenübergabe an Streetworker

NGZ vom 15. Juli 2010

Streetworker spart für einen Jugendbus

Grevenbroich. Dieses Geld kann Frank Paffendorf (39) gebrauchen: Der Rotary Club unter der Leitung von Präsident Gadi Cegla unterstützt den Grevenbroicher Streetworker jetzt mit 5000 Euro. Ein guter Grundstock für den Jugendbus, den Paffendorf künftig stadtweit einsetzen will.
Der Streetworker muss nämlich zum Fahrrad greifen, um Jugendliche zwischen Neurath und Neukirchen an ihren Treffpunkten zu besuchen. Künftig will sich der Kölner eines Kleinbusses bedienen. "Nicht nur, weil es bequemer ist", meint Paffendorf. Er will den Bus künftig als eine Anlaufstelle einsetzen – für die jungen Leute, die weder Jugendheime noch -cafés aufsuchen, die auf der Straße abhängen. Im Inneren des Fahrzeugs möchte der 39-Jährige Gespräche anbieten, auch Beratungen sind geplant: "Etwa zur Berufsorientierung", meint der Streetworker. Dafür sollen Laptops eingesetzt werden. Gute Idee – wenn da das Geld nicht wäre. Ein gebrauchter Kleinbus kostet etwa 15.000 Euro, hinzu kommt die technische Ausstattung. "Für die Stadt ist das natürlich viel Geld, daher sind wir auf Unterstützung angewiesen", betont Wolfgang Hufendiek.

Insofern käme die Spende der Rotarier wie gerufen. "Damit können wir was anfangen", erklärt der Stadtjugendpfleger. Die Idee zur Unterstützung des Streetworkers kam von Past-Präsident Franz-Peter Hermanns. Der ehemalige Leiter der Martin-Luther-King-Schule hatte sein Chef-Jahr unter das Motto "Jugendhilfe" gestellt. Um "Straßenarbeiter" Paffendort zu unterstützen, organisierte er mit den Grevenbroicher Rotariern ein Sommerfest mit Jazzmusik in der Elsener Zehntscheune. "Das war ein toller Erfolg – mit einem solch hohen Erlös hatten wir nicht gerechnet", so Hermanns.
Bürgermeisterin Ursula Kwasny nahm die Spende des Clubs in Empfang. Die Verwaltungschefin hofft nun auf weitere Spenden, damit der Bus möglichst bald rollen kann. Auch der Stadtrat unterstützte unlängst die mobile Jugendarbeit, in dem er die Streetworker-Stelle um 20 auf 50 Wochenstunden anhob. Dafür soll jetzt zusätzlich eine Sozialarbeiterin eingestellt werden, die auf die Mädchen im Stadtgebiet zugehen soll. "Frauen sind in diesem Job allerdings rar gesät", weiß Wolfgang Hufendiek. Bis sich eine findet, will die Stadt einen zweiten Mann einsetzen.