Streetworker zu Gast


Streetworker zu Gast

Die drei Streetworker Marlen Wöpe (foto r.), Andreas Müller (Foto, l.) und Frank Paffendorf besuchten jetzt den RC Grevenbroich, der für ihre wichtige Arbeit in Grevenbroich einen Bus für die mobile Jugendarbeit angeschafft hat. Gemeinsam mit Stadtjugendpfleger Wolfgang Hufendick stellten die Streetworker ihre Arbeit vor. Einen Bericht über diese Vorstellung finden Sie hier.


Streetworker besuchten RC Grevenbroich

Vor einem Jahr hatte Stadtjugendpfleger Wolfgang Hufendick gemeinsam mit Streetworker Frank Paffendorf über die Jugendarbeit in Grevenbroich informiert. Inzwischen sind mit Marlen Wöpe und Andreas Müller zwei weitere Streetworker hinzugekommen. Und nun haben die Streetworker auch einen Bus, finanziert vom Rotary Club Grevenbroich. „Wir haben damals nach einem gebrauchten Bus gesucht. Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so ausgehen könnte“, sagte Hufendick. Jetzt stehe das Ergebnis vor der Tür. Aufgrund ihrer Haushaltssituation seien der Stadt Grevenbroich enge Grenzen auferlegt, sagte Hufendick. „Wir dürfen nur Pflichtaufgaben wahrnehmen.“ Die mobile Jugendarbeit sei dagegen ein präventives Angebot, das nicht sofort Ergebnisse zeige. Um ein solches Angebot machen zu können, sei die Stadt auf Spender und Unterstützer angewiesen, so Hufendick, der sich beim Rotary Club und bei Inner Wheel für die Hilfe bedankte. Wenn von außen Hilfe komme, wie das durch den Rotary Club und Inner Wheel geschehe, müsse auch die Stadt mitziehen. Neben den drei Streetworkern, die man inzwischen auf Teilzeitbasis beschäftige, werde zurzeit auch die Alte Feuerwache umgebaut, so dass man dort ein festes Beratungsangebot machen könne. Für die Jugendlichen sei es wichtig, solche Angebote zu machen, um über die familiäre, schulische und berufliche Situation zu sprechen. Allerdings müssten die Jugendlichen in den einzelnen Stadtteilen angesprochen werden, daher sei die mobile Jugendarbeit mit dem Bus so notwendig.

Andreas Müller berichtete, dass er seit September 2010 dem Streetworker-Team angehöre. Sein Schwerpunkt sei es, die Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen. Dies geschehe durch Bewerbungstraining, Ausbildungsplatzsuche und die Begleitung zu Vorstellungsgesprächen. Das wichtigste sei es, die Jugendlichen zu motivieren. Zurzeit würden 65 Jugendliche betreut, davon ein Drittel Mädchen.

Marlen Woepe ist einmal in der Woche für acht Stunden beim Team. Sie sei gemeinsam mit Andreas Müller bei einem Projekt in der Hans-Sachs-Hauptschule dabei. Außerdem ist sie dabei, wenn im Rahmen der mobilen Jugendarbeit markante Plätze in der Stadt besucht werden. „Ich spreche eher die weiblichen Jugendlichen an, viele von ihnen mit Migrationshintergrund.“

Frank Paffendorf ist nun schon seit drei Jahren in Grevenbroich. Inzwischen könne er deutlich Ja sagen, wenn er nach seinem weiteren Verbleib in der Grevenbroicher Streetworker-Arbeit gefragt werde. Denn es sei viel geschehen, „man fühlt sich ernst genommen“. Mit dem Bus und der Alten Feuerwache gebe es nun schon fast paradiesische Verhältnisse. „Das alles bestärkt uns in unserer Arbeit.“ Mit dem Bus werde die Arbeit erheblich erleichtert, denn immerhin gebe es in Grevenbroich auf einer Fläche von 102 Quadratkilometern 24 Dörfer. Mit dem Bus werde es nun einfacher die Plätze abzufahren. Er bat auch darum, den Jugendlichen Chancen zu geben, insbesondere wenn es um Praktikumsplätze und Ausbildungsstellen gehe, denn: „Es sind ganz tolle Mädchen und Jungen.“


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