Rotary Club: Hilfe für den Streetworker Elsen. Jugend und Bildung das sind momentan die Kernthemen für den Rotary Club Grevenbroich. Zum Teil liegt das auch am derzeitigen Präsidenten Franz-Peter Hermanns, der als ehemaliger Schulleiter diese Dinge in den Vordergrund stellt. Gestern organisierten die Rotarier eine Benefizveranstaltung, deren Erlös an die mobile Jugendarbeit der Stadt geht. An der Zehntscheune wurden die Kinder im Mitmachzirkus und die Erwachsenen mit der RWE-Jazz-Band unterhalten. Die Mitglieder des Rotary Clubs hatten vor einiger Zeit den Jugendarbeiter Frank Paffendorf zu Besuch. "Wir bekamen die Idee ihn zu unterstützen, da die Stadt kein Geld dafür hat", erzählte Clubmitglied Friedhelm Ruf: "Er ist der einzige Streetworker für Grevenbroich, hat nur ein geringes Stundenkontingent und kommt extra aus Köln hierher."
Aus Rufs Sicht gibt es bei den Jugendlichen ganz unterschiedliche Knackpunkte: "Drogen sind ein großes Problem, außerdem die Perspektivlosigkeit durch fehlende Ausbildung und das Konfliktpotenzial durch Jugendbanden." Frank Paffendorf sieht es ähnlich, versteht er sich dabei doch vor allem als Lobbyist für die Grevenbroicher Jugendlichen. "Ihnen fehlt es an Mobilität, da der Nahverkehr nicht ausreicht, außerdem fehlen ihnen die Treffpunkte", so der 39-Jährige. Mit dem Erlös der Benefizveranstaltung will er ein Ferienprojekt finanzieren, Ausflüge und Aktionen wie ein Bildungscamp gestalten, das Sport und Bildung kombiniert. Besonders geholfen wäre Paffendorf aber vor allem, wenn er noch eine Kollegin dazu bekäme, die ihn bei der Arbeit mit den Mädchen unterstützen würde.
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