Wettbewerb für Schulen
Wettbewerb Soziales Engagement
RC Grevenbroich verleiht Preise an Schulen für Soziales Engagement
In unserer Region gibt es hervorragende Schulen. Der Rotary Club Grevenbroich hat einen Wettbewerb ins Leben gerufen, um das soziale Engagement von Schülern und Schülerinnen zu würdigen und zu fördern. Denn lernen, sich sozial zu betätigen, ist ein hohes gesellschaftliches Gut. Am erstmals ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligten sich neun Schulen aus Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen. Die Rotary Club betont, dass der Wettbewerb und die Preisverleihung auch eine Motivation für andere Schulen in Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen sein soll, sich ebenfalls sozial zu engagieren und im nächsten Jahr bei unserem Wettbewerb mitzumachen. Eine Jury des RC Grevenbroich hat drei erste Preisträger ausgewählt. Urkunden und einen Geldbetrag gab es aber auch für die weiteren erfolgreichen Teilnehmer, keiner ging leer aus. Die Jury „Sozialer Wettbewerb“ mit Jan Martin Kayser, Friedhelm Ruf, Burger Wittke und Hans Dieter Zweckerl kam zu einem einhelligem Ergebnis. Der Sieger bekam einen Betrag von 1.000 Euro, 750 Euro gingen an den Zweitplatzierten, 500 Euro an Platz 3. Alle übrigen Teilnehmer bekamen jeweils 250 Euro. Neben den Siegern des Wettbewerbs finden Sie auf dieser Seite auch Bilder von der Preisverleihung in unserer Fotogalerie weiter unten auf dieser Seite. Außerdem können Sie den Bericht über die Veranstaltung aus der NGZ lesen. Und hier die Sieger:
Wettbewerb "Soziales Engagement" entschieden
Die Sieger unseres Wettbewerbs
Die drei ersten Plätze
Die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule kam beim erstmals von RC Grevenbroich ausgelobten Wettbewerb auf den ersten Platz, gefolgt von der Martin-Luther-King Schule und dem Pascal-Gymnasium Grevenbroich. In einer Feierstunde in der Realschule Jüchen überreichte Präsident Franz-Peter Hermanns die Urkunden an die Sieger, aber auch an alle erfolgreichen Teilnehmer des Wettbewerbs. Insgesamt hatten neun Schulen aus Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen teilgenommen. Berichte und Fotos von der Feierstunde finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Begründung der Jury: Bei dieser Schule gibt es das stärkste schulische Engagement. Die in der Kriterienliste des Wettbewerbs genannten Punkte „Verankerung im Schulprogramm“, „Nachhaltigkeit des Projekts“, „Einbindung des Projekts in den Unterricht“ sowie „aktive Schulbeteiligung“ wurden allesamt erfüllt. Das Projekt selbst erreicht die meiste Anzahl an Schülern, weil alle in den Klassenstufen 8 und 9 eingebunden werden. Zudem wird die ganze Verwaltung des Projekts von den Schülern selbst übernommen, die Lehrer stehen nur als Clearingstelle zur Verfügung. Als besondere Nachhaltigkeit und Wertigkeit des Projektes ist zu nennen, dass im Zeugnis ein Eintrag über die Teilnahme am sozialen Projekt erfolgt. Das Projekt selbst nimmt für die beiden Klassen zwei bis drei Wochenstunden in Anspruch. Darüber hinaus entwickeln sich aber auch Verantwortlichkeiten, da Schüler auch nach dem sozialen Projekt mit den einzelnen Projektthemen verbunden bleiben.
Begründung der Jury: Angeregt durch den Rotary Club wurde das Thema in der Schule neu konzipiert. Dies war ja auch ein Sinn des Wettbewerbs, um Schulen zu motivieren. Es geht daher hier auch darum, dieses Engagement zu würdigen und darüber hinaus sicher zu stellen, dass diese Vorhaben auch verwirklicht werden. Besonders erwähnenswert ist die Vielfalt des Engagements mit sehr konkreten Projekten. Alle Jahrgangsstufen werden in diese Projekte eingebunden. Besonderes Lob verdient auch die kommunale Einbindung, bei der Schüler sich für Themen im Gemeinwesen mit ganz konkreten Projekten vor Ort engagieren. Hier wird in vorbildlicher Weise zur Verantwortlichkeit erzogen.
Begründung der Jury: Durch das Engagement einer einzelnen Gruppe (20 Schüler aus der Mittelstufe) wird die ganze Schule in Projekte einbezogen. Besonders lobenswert ist die Vielfalt des Programms. Der Erfolg der Nachhaltigkeits AG wurde von der UN ausgezeichnet. Auffallend ist auch die Mischung von internationalen Projekten und eigenen Themen, wie einem Energiesparprogramm. Außerdem ist die Einbindung in den Unterricht zu erwähnen.
Die Gillbachschule in Rommerskirchen verteilt Weckmänner, die vom Martinskomitee zur Verfügung gestellt werden, an Senioren. Außerdem spenden die Schülerinnen und Schüler etwas aus ihren Martinstüten für die Tafel in Neuss und für die neue Tafel in Rommerskirchen. Mit dem Geld aus der Weckmann-Verteilung, aufgestockt durch eigenes Taschengeld, werden eine Partnerschule in Tansania und Erdbebenopfer in Haiti unterstützt.
Mit dem Erlös aus einem Laternenfest unterstützt die kleinste Grundschule der Gemeinde Rommerskirchen, die Kastanienschule Hoeningen, ein Partnerschaftsprojekt in Mosambik. Und das schon seit 12 Jahren. Das Projekt wird regelmäßig in den Unterricht eingebunden. So lernen die Kinder auch die Lebenssituation der Kinder in Mosambik kennen und sie erfahren, was mit ihrer Unterstützung bewirkt werden kann.
Im Miteinander, in vielen Diskussionen, gemeinsam mit Erwachsenen und Kindern, hat die Gemeinschaftsgrundschule Frixheim die Schulgrundsätze neu erarbeitet. Wichtigstes Ergebnis: Alle, die mit der Schule zu tun haben, ob Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrer, Erzieherinnen im Offenen Ganztagesbereich, Sekretärin oder Hausmeister wollen miteinander zurecht kommen, haben aufeinander zu hören, füreinander da zu sein, respektvoll behandelt zu werden. Darüber hinaus sammelt ein Martinskomitee Spendengelder für wohltätige Zwecke.
Mit zirka 38 Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren wird ein Theaterstück erarbeitet, in dem es um die Verlogenheit rechtsextremer Ideologie geht. Damit macht die Hauptschule Schülerinnen und Schülern bewusst, wie subversiv die Werbemethoden der Rechtsextremen sind. Die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, in akuten Situationen die Gefahren zu erkennen und Handlungsstrategien an der Hand zu haben.
Die Jahrgangsstufe 9 der Diedrich-Uhlhorn Realschule hat einen freiwilligen Sanitätsdienst ins Leben gerufen. Im ersten Schulhabjahr leisten die Jugendlichen einen Erste-Hilfe-Kursus ab. Danach stehen sie bis zum Ende des zehnten Schuljahres als Ersthelfer an der Schule zur Verfügung. Sie lernen, wie man Verantwortung übernimmt, und sie begreifen das Helfen als einen besonderen Wert menschlichen Zusammenlebens.
Die Realschule Jüchen unterstützt die Afghanische Kinderhilfe Deutschland. Dies geschieht mit einem ganz realen Projekt, nämlich einer Berufsschule in Kabul. Dieses Sozialprojekt ist vielfach in der Schule verankert, mit dem Thema Afghanistan in verschiedenen Unterrichtsfächern, mit einem afghanischen Abend, an dem es neben Infos und einer Ausstellung von Künstlern aus dem Land auch afghanisches Essen gibt. Die Spenden für die Berufsschule holen die Schülerinnen und Schüler außerdem mit Weihnachtsbasar, einem Spendenlauf und einem Glühwürmchenlauf ein. Zudem gibt es bei jeder Aktion der Schule immer einen Afghanistan-Stand.
Die weiteren Teilnehmer werden für die erfolgreiche Teilnahme besonders gewürdigt, eine Rangfolge der Plätze 4 bis 9 findet nicht statt. Daher ist die Reihenfolge, mit der die Schulen hier aufgelistet sind, auch keine Rangfolge, sie folgt den Schritten Grundschule, Hauptschule, Realschule. Mit der besonderen Erwähnung aller Projekte erkennt der Rotary Club Grevenbroich die Leistungsfähigkeit der einzelnen Schulen an. Überraschend ist – wenn man alle betrachtet – die Breite des Engagements. Überall spürt man die Bereitschaft, etwas zu tun, damit es andere Menschen besser haben, sei es in ihrem Leben, sei es bei einem bestimmten Ereignis. Daher freut sich die Jury, allen Schulen, die teilgenommen haben und nicht unter die ersten drei kamen, einen finanziellen Anerkennungsbetrag zu geben. Wir freuen uns daher folgende Schulen für ihre sozialen Projekte zu unterstützen, verbunden mit einer herzlichen Gratulation.
Fotogalerie Wettbewerb